Ideen-Klau

Find‘ ich ja toll, dass für meine Idee endlich geworben wird: ein Zeugnis von Eltern für Kinder, indem es nicht um Schulleistungen geht:

Seit Jahren habe ich Teenie das Schulzeugnis mit einem eigenen Jahresrückblick versüßt, nachzulesen hier.

Da will ich mal nicht meckern, sondern mich freuen, wenn auch der Stern diese Idee toll findet : hier.

Was ich mir nicht verkneifen kann, ist eine Bemerkung zur eher schulisch gehaltenen Schlichtheit im Lay-Out: da geht doch noch was, oder?

Teenie braucht das Elternzeugnis übrigens erstmalig nicht mehr.
Sie sieht jetzt selbst sehr gut, was sie alles leistet.

Aber in den alten Urkunden lesen ist immer noch schön, wenn mal ‚ Land unter‘ ist.

Ich freue mich über Feedback. Um einen Kommentar zu schreiben, muss mann nicht registriert sein.

Gut gemacht!

Nun sind es nur noch ein paar Wochen und das erste Bundesland spuckt Giftblätter aus.
In einer Bewertungsskala von 1-6 , bzw. hier auf den Stadtteilschulen von E1-G6 (1) werden die schulischen Leistungen komprimiert.
Nicht erwähnt: all die Mühe, all die Arbeit, alles, was im letzten Schuljahr eine ebenso wichtige Rolle in der Entwicklung spielte.

Der Focus vieler Eltern leider zu sehr parallel zu der Schulbewertung. Kollegen berichten mir zZ über ausgeklügelte Belohnungssysteme diverser Art: für jede Notenbesserung so und soviel Euro, für den Durchschnitt X dieses oder jenes, eine Kombination von beidem…..
Gerecht sei das, ein Antrieb und das Kind lerne, dass Anstrengung sich lohne.

Schon beim Beschreiben dieser Methoden schüttelt es mich.

Auch wir begehen den Tag des Zeugnisses in besonderer Weise. Gehen zusammen Essen.
Feiern, dass Ferien sind.
Es wächst auch mal ein 10ner rüber, von der Omi oder jemand anderer hat Spendierlaune.

Allerdings unabhängig vom Ergebnis.
Ein Schuljahr, ein Jahr voller Arbeit und Anforderungen – geschafft.
So oder so.
Oft gekämpft.
Dabei geblieben.

Ist das nicht das Wichtigste für alle Kids?
Und für Kids mit Entwicklungsschwierigkeiten in besonderem Maße.

Besonders gefordert sind diese noch durch das ganze nebenschulische Programm, das da heißt Therapien, Alltagsdinge üben usw.

Seit 3 Jahren gibt es hier eine persönliche Urkunde.
Weil soviel geleistet wurde, was im Zeugnis nicht erwähnt wird.
Parallel zum Selbigen, macht es weniger bitter, macht es ein wenig vollständiger.
Und ist der Mühe mehr als wert:
Als Teenie jetzt den Abschluss nicht bekam – was sich übrigens als Rechenfehler der Schule herausstellte, nach mehr als 1 Woche ! – kramte sie die alten Dinger wieder heraus.
Las, wie sie sich entwickelt hat, wo sie einmal stand und überlegte, wo sie heute steht.
Erkenntnis: Mum, ich kann eigentlich ganz viel, nur in der Schule zählt das nicht.

Und freut sich auf die diesjährige Urkunde.
Die ich gerne schreiben und gestalten werde. Immer auch eine Gelegenheit für mich, Abstand von der leider oft defizitären Sichtweise auf mein Kind zu bekommen.
Erwähnenswertes gibt es in Fülle.

Wie es geht, steht hier.

(1) Die E-Noten(Erweiterte Anforderungen) entsprechen gymnasialen Noten und sind am Ende des Jahrgangs 10 notwendig für den Zugang zu Studienstufe. Die Noten G3-G6 entsprechen einer gymnasialen 6. Die Noten G5 und G6 erfüllen nicht die Anforderung für den ersten Bildungsabschluss(o.A.)

E1 = Studienstufe ( Gym.) bis E4
E2=
E3=
E4= G1
E5= G2- MSA ( Realsch.)
E6= G3- ESA. (Hauptsch.)
E6= G4- ESA
E6= G5- o.A.
E6= G6- o.A.

Ich freue mich über Feedback. Um einen Kommentar zu schreiben, muss man nicht registriert sein.