TimeTimer

Ist 1 Jahr viel oder nicht?
Ist es lang oder kurz?
Das Empfinden dafür ändert sich im Laufe der Zeit.
’s geht immer schneller vorbei, oder?
Schon wieder 1 Jahr rum……so etwas sagen ältere Leute.

1 ganzes Jahr ! Freuen oder fürchten sich Junge.
Ein Ereignis jagt das nächste.
Erste Liebe, erste Party, erster Job, erster Rausch, erstes Konzert, erstes Examen, erstes Auto, erste Trennung, erste Wohngemeinschaft……und : noch 1 Jahr bis zur Volljährigkeit, noch 1 Jahr Schule, Ausbildung, Studium…..endlos!
Dieser Zeitraum muss lang sein, sonst passte das doch alles gar nicht rein, in’s Jahr.
Keine Atempause.

LEIDENSCHAFTLICHWIDERSYNNIG ist noch unentschieden.
Vieles war neu im vergangenen Jahr und dann doch wieder nicht.
Alte Gedanken neu sortiert.
Alte Sortierungen neu gedacht.
Neue Erfahrungen in vorhandene Register eingepflegt.
Einiges das Erste Mal gedacht und gemacht.

Verwundert darüber, dass immer wieder Themen aufploppen. Dass das Schreiben noch immer Freude bringt. Der Focus sich von Zeit zu Zeit verschiebt ohne völlig verändert zu werden.
Dem Alltag immer wieder die Zeit dafür stehlen.
Selbst überrascht: 230 Beiträge in 365 Tagen.

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Nicht zu vergessen: eure likes und Kommentare.

Zeit, Merci zu sagen!

Zu feiern und Pläne zu schmieden.
Mit euch selbstverständlich 🙂

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Congratulations

Irgendwie ist es schon der wichtigste Tag im Leben.
Wenn man ihn gut überstanden hat, in willkommene Arme und Schutz bietende Umgebung kommt, hat man gute Chancen, dass die Veranstaltung “ Leben “ gelingt.

Grund genug, ihn jährlich zu feiern, zumindest in unserem Kulturkreis ( wir feiern ja sonst nicht so viel und ausgelassen schon gar nicht…).

Mindestens für eine weitere Person ist das Ursprungsereignis nicht weniger einschneidend.
Mittelbar damit verbunden: spätere Jubiläen.
Im Unterschied zum ersten “ Event“ , welches die Jubilarin verursacht hat, und für welches der Hauptakteur Jahr für Jahr beglückwünscht und beschenkt wird, werden die Jubiläen eher gar nicht wahrgenommen , ergo auch nicht gefeiert.

Je öfter mein allseits sichtbarer Jubeltag stattgefunden hat, desto weniger Bedeutung hat er für mich.

Bedeutung hingegen gewinnt das Jubiläum.

Es lässt mich an die Nacht zurück blicken, in der ich mit freundlicher Unterstützung der Kollegen von 112 durch die Großstadt kutschiert wurde, im Gegensatz zum überaus nervösen Partner noch einige ruhige Stunden hatte, morgens einem frischen Team die erste Aktion bescherte und vielen Verwandten und Freunden den Genuss der Live- Übertragung der Beerdigung von Lady Di versaute.
Der mich den Gedanken fassen ließ : fühlt sich an wie ein warmes, gerade aufgetautes Hühnchen.

Später dann, Jahr für Jahr im Gange.
Das eigene Leben so verändert, wie ich es nie für möglich gehalten hätte.
Der Blick auf die Welt verändert…..
Obwohl ich mich fürs Rabenmutter -Dasein entschieden habe ( was ich übrigens nie bereut habe).

Und nun dauert es nicht mehr lange, und mein Job ist getan.
Vielleicht spüre ich auch deshalb dieses Jahr das Jubiläum so deutlich.
Wirklich geschafft, was manchmal schier unmöglich schien.
Mich machmal an den Rand meiner Kräfte gebracht hat.
Jetzt einem Ende zugeht.

Wie jedes Jahr wird auch morgen hier ein schön gedeckter Festtisch auf das Geburtstagskind warten.

Aber heimlich, so für mich, werde ich mein Jubiläum begehen.
Und einfach mal stolz auf mich sein.

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