Eingeheizt

Musik.

Berührt uns auf unterschiedliche Weise. Die einen halten sich für unmusikalisch und nehmen eher passiv teil . Andere trällern ab und an ein Liedchen im Privaten, erlernen ein Instrument für den Hausgebrauch oder sind die absoluten Freaks in Sachen “ wer spielt(e) wo mit wem und was “ mit entsprechender Platten/ CD-Sammlung.

Einen Schritt weiter, und man findet sich beim gemeinsamen Musizieren. Privat in der Familie, nicht mehr ganz so heimelig im Chor, Band oder kleinem Orchester . Da kommt dann neben der musikalischen auch die soziale Komponente hinzu.  Für mich fängt da der Spass erst richtig an. Es ist ein völlig anderes aufeinander eingehen, als es mit Sprache möglich ist.Hier finden Gefühle ihren Weg in den Ausdruck, den wir uns sonst nicht gestatten oder die nicht in unsere Alltags-Rollen passen.
Das Topping aber ist für mich der öffentliche Auftritt.
Der Kontakt zum Publikum – eine weitere Dimension. Dafür muss man nicht Berufsmusiker_in sein.
Ein Programm gestalten, es einüben, sich Gedanken über die Performance machen… das alles hat etwas von inspirierender Reiseplanung.

Bei den letzten Proben, hier Chor mit Band und Solokünstlerin, die sich alle getrennt auf das Event vorbereiten, ist schon etwas von der Bühnenluft zu schnuppern: ein Stimmungsgemisch von Kreativität, gegenseitiger Wertschätzung, Anspannung und viel Freude am Erschaffen einer gemeinsamen Klangwelt.
Ein Bad in dieser Atmosphäre und der Alltagsstress ist wie weg gepustet.

Showtime….

Gestern dann das Konzert. Was das Publikum nicht sah: unser Tag begann weit vor der Veranstaltung. Verschieden Teile unseres Chor+ Band – Projektes fügten sich peu à peu über den ganzen Tag zusammen und ich gehörte zu den Glücklichen, die bei allen Teilen dabei war. Die Pause im kühlen Einkaufszentrum am Nachmittag war dann mehr als verdient und nötig.
Trotz tropischer Temperaturen klappte am Veranstaltungsort alles, Backstage machten wir uns pseudo – frisch. Aber 2 Minuten Soundcheck im Bühnenlicht dicht an den Verstärkern reichten aus, um nahezu den Zustand von vorher wieder her zu stellen.

So in jeder Hinsicht „gut geölt“ haben wir Alles gegeben.

Yeah!

Hot Sunday

Alles stöhnt.
Nicht vor Schmerzen oder Lust.
Nee, profane Hitze.
Blogs liegen lahm. Manche schafft es noch, ein Wort zu schreiben.
Gewitter bringen allenfalls kurzfristig Erfrischung.
Alles klebt, die Wohnung abgedunkelt.
Nach draußen gehen?
Früh morgens, spät abends.

Hot

Irgendwas fehlt. War da nicht noch was?
Muttertiere sind wahre Künstlerinnen des Verdrängens.
Neben all den Aufgaben mit Kindern, Mann ( wenn vorhanden) und vielleicht noch Job prickelt höchstens noch die selbst gemachte Zitronen-Kräuter-Limo.

Hot.

Mit diesem Wort hat Das Mutti vor langer, langer Zeit noch etwas ganz anderes verbunden…..

Längst fährt Mutti kein Fahrrad mit Kindersitz mehr, welches der Männerwelt überdeutlich signalisiert: an diesem Rockzipfel hängt schon jemand.
Ausgeleierte Sweat-Shirts mit Marmeladepatschern – Historie.

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Streifzüge durch nächtliches Treiben.
Hobbys.
Die Aufmerksamkeit wieder mehr auf sich gerichtet, verblasst das Mutti mehr und mehr und stellt fest, dass es die Frau darunter noch immer gibt.
Und je mehr ihr das auffällt, bleibt es auch anderen nicht verborgen.

Hot

Dann geschieht zufällig etwas, ähnlich einem dejà vu.
Wie bestellt taucht ein Verehrer auf.
Dieser Mensch kennt das Mutti nicht, wie angenehm.
Flirten – noch nicht verlernt.
Sich dem Gedanken hingeben : was wäre wenn ?
Und ein ganz klein wenig unvernünftig sein.

Ein Hauch Leben jenseits von Fürsorge, Verantwortung und Alltag.
Mehr davon bitte.
Das Mutti ist tot.

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Re-Mutation, gibt es die eigentlich ?

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