Purer Luxus

Mühselig.

Damit ist eigentlich schon alles gesagt, vor allem auch, warum es im Moment so wenige Beiträge von mir hier gibt.

Schwellenmonate,so könnte man es auch nennen. Eine Veränderung jagt die nächste und sind mit Anstrengung  und Vorfreude verbunden, was widerum Anstrengung bedeutet.

Im Land der Bürokratie gibt es viel zu regeln, auszufüllen, zu begutachten, telefonieren, vorzustellen- das kostest alles Zeit. Kleine Siege gegen große Ämter  haben dazu geführt, dass die Aktenlage uns Unterstützung beschert, aber selbstverständlich nur auf Antrag.

Stärken in Großaufnahme

Mein Ableger hat sich nach 3 Jahren wieder einmal ein ganz privates  Zeugnis, eher eine Urkunde für Lebensbewältigung,  gewünscht. Das gab es früher immer zu den Schuljahreszeugnissen dazu. Der Gedanke dahinter wird hier erklärt.
Bei drei Jahren kommt da Einiges zusammen. Ich kann nur wieder einmal feststellen: diese investierte Zeit lohnt sich auch für uns Eltern, die wir mit den besonderen Herausforderungen in der Begleitung unserer Kids klarkommen müssen. Während man da so sitzt und siniert, was alles war, was alles geschafft wurde, kommt man nicht umhin, auch die Schattenseiten, die schließlich Anlass zu diesen besonderen Anstrengungen waren, noch einmal vor Augen zu haben. Auch den damit verbundenen Schmerz.
Und dann muss man es sich verkneifen, nach dem Lob noch die Dinge zu nennen, an denen noch gearbeitet werden muss/soll. Das machen ja Lehrer immer gerne…nein, bei dieser  Urkunde geht es nur um das, was geschafft wurde.
Das Fazit: es gibt fast keinen Lebensbereich, der von der Neurodiversität nicht berührt wird- oft aber auch positiv.
Am Ende bleiben Stolz und die Hoffnung, dass auch weiterhin schwierige Lebensituationen gut bewältigt werden. (Die Sorge, die sich penetrant auch dazu mogelt, wird einfach mal beiseite geschoben…).
Diese aufgeschrieben Erfolgsbilanzen sind immer wieder eine Stütze für meinen Teenie , wenn es mal nicht so rund läuft. Und nun, am Vortag eines neuen Lebensabschnittes, soll sie  helfen, Anlauf zu nehmen.

Aus Kindern werden Erwachsene, aus Eltern Alte

Noch eine Schwelle. Die Einen auf dem Sprung, die Anderen im Landeanflug.
Hört sich dramatisch an, aber warum eigentlich?
Liegt es  vielleicht daran, dass ich mindestens noch so viele Pläne in meinem Kopf habe, wie Teenie, aber weder Zeit noch Kraft für die Umsetzung ? Da muss sich so ein Gehirn, das immer 1000 Ideen , Projekte usw. gleichzeitig ausbrütet, erst mal mit abfinden. Das tut es natürlich nicht und deshalb hilft der Körper  beim Begreifen etwas nach.
Aber noch werde ich die Kategorie „Beste Jahre“ nicht in „Letzte Jahre “ umbenennen…
Ich setze doch sehr auf die ADHS-typische Entwicklungsverzögerung .

Mutter allein zu Haus

Und dann ist da so ein Wochenende. Die Wohnung ganz für mich allein, was äußerst selten vorkommt. Erst der Anspruch, diese Zeit sinnvoll zu nutzen, mal was für mich zu machen. Dann die Erkenntnis: ich muss gar nichts.
Strassenmusik

Bummeln, Straßenmusik: der jungen Mann ist ungefähr so alt wie mein Teenie, stand schon mit ca. 10 Jahren am Wochenende mit seinem Dad da und hat Geige gespielt. Nun ist auch er erwachsen und spielt richtig gut. Ich setze mich und höre zu. Es gefällt mir, dass auch diese beiden einen gemeinsamen Weg zu gehen scheinen. Wenn auch klar erkennbar ist: der Sohn gibt mittlerweile den Ton an, Papa begleitet.

 

 

Wieder zu Hause. Nutzloses sich treiben lassen.
Keiner will was von mir. Ich rede nur mit Menschen, die ich anrufe. Lesen. Ein Nickerchen. Einem mittlerweile renomierten Schauspieler in einem seiner ersten Filme anschauen, der Film hohl, er jung und hübsch.
Nachdenken. Ein bisschen traurig sein, noch ein Nickerchen, lesen,  im Netz daddeln und dann die Küche aufräumen.
Passt.

 

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 Lücken-Glück

Wenn ich ehrlich bin, habe ich keine Ahnung, wie andere Leute leben. Von außen sieht das immer prima aus: ordentliche Wohnung oder Haus, wohlgeratene Kinder mit guten Schulnoten und beruflicher Perspektive, eine stabile Beziehung…. Und klar, dann und wann etwas Stress auf der Arbeit oder im sozialen Umfeld. Manchmal sogar ein Schicksalsschlag. Unter jedem Dach ein Ach, sagt man doch so, oder ?

Manchmal mache ich es mir leicht und sage mir: das ist alles Fassade, in Wirklichkeit sieht es da auch nicht besser aus als hier. Das ist eine nette Beruhigungspille.  Die nicht lange hält. Beruhigen würden mich statt ca. 2 Mini-Katastrophen monatlich
(ablehnenden Bescheide, Krankenhausbulanzen, Overload usw. ) nur  2 pro Jahr.
Pro Familie, nicht Person,  versteht sich.

Das könnte ich aushalten. So stelle ich mir ein leichtes Leben vor. Ist das gemein, gelegentlich so zu denken?

Mängelexemplar Deutschland

Vielleicht bilde ich mir das nur ein:   Mir scheint als würde es fast keine Freizeit-und Kontaktmöglichkeiten für junge Leute ohne Geld außerhalb der Bildungseinrichtungen
(nebst Leistungsanspruch) mehr geben. So offene Angebote meine ich. Da, wo man auch als Sonderling hin kann. Irgendwie dabei sein und  mit Chance gleichaltrige kennen lernt .
Von politischer Jugendbewegung will ich gar nicht erst träumen.
Oder Sozialsprechstunden auch für Menschen überhalb des ALG II -Satzes.
Gibt es Unterstützung für belastete Familien außerhalb des Therapie-Business?

Selbsthilfe scheint im stillen Kämmerlein  zu passieren, nach außen wird gar nicht oder erfolgreich ( politisch) aufgetreten: Leid verkauft sich nicht gut.

Die Krankenstände in den Betrieben  sprechen eine andere Sprache. Die Wartezeiten in den Psycho-Ambulanzen und psychosomatischen ( Reha ) Kliniken auch. Die Anzahl der sehr jungen Leute dabei erschreckend.

Privatisierung und Individualisierung

Familien, die einen Menschen mit Behinderung in ihrer Mitte haben, müssen weitgehend allein klar kommen. Oft ist das verbunden mit der Aufgabe/Reduzierung der Berufstätigkeit eines weiteren Familienmitglieds. Leistungen werden mehr und mehr gekürzt und müssen privat eingekauft oder selbst geleistet  werden. Wenn es niemanden gibt , der die ökonomische Seite sichert, heißt das Armut oder Durchhalten.

Wer noch Unterstützung von professioneller Seite bekommt , trifft auf überlastete Helfer. Manche retten sich in die ‚ professionelle Abgrenzung‘ und andere reiben sich mehr und mehr auf.  Auch hier rechnet das System  mit verantwortungsvollen Menschen,  die Hilfe nicht versagen. So wird die Unterstützungsverantwortung individualisiert, hängt vom Engagement des Unterstützers ab, und dieser muss seinerseits aufpassen, nicht in den Strudel der Überlastung zu geraten.

Mobbing statt Ausbeutung

Die Individualisierung von gesellschaftlichen Systemfehlern macht auch vorm Arbeitsplatz  nicht halt. Es ist erschreckend , wie junge , von Schule  und Uni neoliberal geprägte mittlere  Führungskräfte  agieren. Mitbestimmung halten die für ein Relikt aus der Steinzeit. Aber mag der Arbeitsdruck auch noch so groß sein , für kollektive Verbesserungen  macht sich heute kaum ein Arbeitnehmer stark. Jeder wurschtelt irgendwie für sich  rum, geht in Deckung, gibt Druck weiter wenn möglich, macht mit so gut und so lange er kann. Bis man selbst der gelackmeierte ist, krank wird oder sich gemobbt fühlt.

Saure-Trauben-Strategie?

Wo ist denn nun das Glück von dem ich eigentlich schreiben wollte?
Ich weiß es gerade selbst nicht.
Aber ab und an taucht es auf: wenn wir wieder eine Hürde im Sozialleistungs-Abwehr-Dschungel  genommen habe,  Teenie selbstbewusst mit ihrem So-Sein umgeht, ich im Rückblick sehe, was wir alles schon bewältigt haben, zwischen all den immer wieder neuen Anforderungen lustige, entspannte und kreative Momente erleben.
Wenn ich spüre, wie ich selbst zunehmend entlastet bin, weil das Kind seinen Weg geht. Es doch immer wieder Berührungspunkte mit anderen engagierten Menschen gibt, sei es im real-life oder digital.
Ich an die gar nicht so wenigen Menschen denke, die für mich im Verlaufe meines Lebens zur rechten Zeit am rechten Ort waren und ich sehe, dass auch ich das zuweilen für andere Menschen sein durfte.
Dann stellt sich sogar so etwas wie Zufriedenheit ein.

 

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Ätzventskalender !

Nun geht es wieder rasant auf Weihnachten zu.
Die Geschäfte gefüllt mit Deko-Artikeln, Schokoladigem und festlicher Kleidung.

In den letzen Jahren war es mir immer eine besondere Freunde, für meine Lieben Adventskalender zu fabrizieren. Dieses Wort trifft es besser als basteln. Denn die Omi schätzte besonders meine digitalen Kalender mit kleinen Video-Clips vom Weihnachtsmarkt, mit Hausmusik und Vorlesestündchen. Als Teenie noch Kiddie war, liebte sie vor allem die täglichen – am Abend zuvor- ausgesuchten Schokis nebst Schulfrust-Frust-Vertilgungs-Durchhalte-Du-schaffst-hdgdl-Kärtchen, made by Mama.

Ein mal habe ich mich hier ausgetobt. Sollte ich über eine Neuauflage nachdenken?

Vergangenes Jahr beglückte ich meine beiden Mädels mit Kosmetik, Selbstgebackenem, Socken und Co.

Die Omi ist ja nun nicht mehr da. Meine digitalen Ideen sind nicht mehr gefragt.

Mittlerweile ist auch die individuelle Gestaltung eines Adventskalenders eine besondere Herausforderung. Überall kann man Tüten, Jute-Säckchen, leere Päckchen und mehr erstehen. An Vorschlägen für den ultimativen Adventskalender mangelt es nicht. Nebst Herstellungs-Sets.
Da  bleibt nicht mehr viel Spielraum für das eigene ganz besondere Wunderwerk.

Aktuell leide ich unter Kreativitäts-Überschuss einerseits und Ideenlosigkeit andererseits.
Immer diese Widersprüchlichkeit, menno.

Und so streune ich durch die Vor-Adventswelt, zermartere mir das Gehirn, habe super Ideen, verwerfe sie wieder mangels Realisierbarkeit, schwöre ab von der Adventskalenderei und bin frustriert.

Adventskalender-Depression oder was?
Was rettet mich?
Ein Kalender mit selbst gemalten Bildern, aufgenommenen Gedichten, vorgesungenen Weihnachtsliedern, selbst gestricktem dütt un dat… muss doch was geben, mit dem ich meine Lieben – und mich – beglücken kann.

Bin ja mal gespannt, was noch entstehen wird.
So wie es aussieht, auf den letzten Drücker, was sonst 😉

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2. Geige ….

Da freut sich Muttern, wenn Teenie Musik macht. Nothing else matters….?

Ist doch egal, dass die Begleit-CD nebst Notenmaterial geklaut wird …. und das Cello zukünftig zum Begleitinstrument bei diesem Stück verdammt ist. Da ist die Violine klar im Vorteil.

Wie ungerecht.

Lieber wieder mehr Klassik spielen? Das verführt nicht so zum mitspielen….

 

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Kopf oder Bauch?

Eines war klar heute morgen: ich fahre mit dem Rad, auch wenn es etwas glatt ist.
Nach einer stressigen Woche, die mit einem arbeitsintensiven Wochenende abschloss, schrie alles in mir nach Bewegung.
Zeit war nur für ein kleines Frühstück, zum Mittag hatte ich nichts dabei.
Unterwegs etwas kaufen?
Oder doch die schöne Strecke am Hafen entlang fahren?

‚Ach, der Magen soll ruhig knurren. Jetzt will ich Wasser sehen und mein Blick soll nicht nach 10 m von einer Häuserwand gestoppt werden. ‚

Ein bisschen aufpassen musste ich schon, aber ich wurde bestens entlohnt. Der Blick über die Elbe ist gerade am Morgen einzigartig: der Hafen schon lange wach und dennoch etwas dösig.

Irgendwann dann die Speicherstadt. Der Duft von frisch geröstetem Kaffee aus der Rösterei gegenüber.

Nur die fotogeshopten Plakatgesichter stören die Idylle. Der Bürgermeister mit dem Flair eines Bestattungsunternehmers. Diverse Damen, deren Slogan das Soziale ansprechen, jung-dynamische Herren, die sich bemühen, vertrauen-erweckend zu wirken, obwohl sie besser für einen Hedge-Fond werben könnten.
Aussagen wie ‚gegen Stau‘ , ‚ Wirtschaft‘ und  ‚ gute Schulen‘ machen die Verarsche komplett.

Ich würde ja wieder aufs Wasser schauen, wenn der Radweg nicht unten an der Strasse verlaufen würde. Aussicht nur für Fussgänger.

Die Laune lass ich mir aber nicht verderben.

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Fette Fahrt

Ist es nicht immer so?
Dass alles auf einmal kommt.

Es müssen nicht nur Katastrophen sein, ein guter Mix mit positiven Highlights tut’s auch.
Einiges hat sogar 2 Seiten. Was gestern noch tragisch erschien, entpuppt sich schon schnell als glücklicher Zufall.
Da hat das Leben doch zur rechten Zeit noch einmal richtig zugetreten…..und damit eine Veränderung eingeleitet, deren Potenzial und Charme erst aus der neuen Situation heraus sichtbar wird.

Geschehnisse, denen nur mühsam positive Seiten abzugewinnen sind. Auch im Zeitalter der Hochleistungsmedizin wird nicht jeder 100 Jahre alt und wir erleben, dass ein Körper „nö“ sagt zu dem ganzen Schnick- Schnack, der mit lebensverlängernder Absicht angeboten wird.
Wir werden Zuschauer eines Kampfes, der nicht gut ausgehen kann……allenfalls die Anzahl der Runden können noch beeinflusst werden.
Eine Zumutung unserer Zeit…..oder doch ein Segen?
Wann ist der Zeitpunkt, um “ STOP “ zu sagen?

Beruflich öffnen sich auf einmal Türen,von denen ich gar nicht wusste, dass es sie gibt.
Darf ich zugreifen, wenn sich um mich herum gerade alles unter Schmerzen neu sortiert? Positiv und gut gelaunt sein? Beflügelt und voller Ideen Zukunftspläne schmieden?

Wenn zur selben Zeit eine Freundschaft zerbricht, von der ich glaubte, sie sei von mehr als einem Sachthema getragen. Hat das Eine etwas mit dem Anderen zu tun?

Selbstverständlich gibt es noch den Ausfall diverser technischer Geräte in solchen Lebensabschnitten. Als wollten die Geräte stellvertretend streiken um mich daran zu erinnern, dass ich doch

E N T S C H L E U N I G E N ,

mir mein Lebenstempo nicht mehr von außen diktieren lassen wollte.

Fremde Helfer reihen sich nahtlos ein: mein Notebook war beim Doc. Der hat auch viel zu tun, ist er doch gerade Papi geworden. Und so hat er etwas schlampig meine Daten gesichert, bevor er das System platt gemacht hat. Alles futsch, was ich die letzten 3 Jahre fabriziert habe.

Was nun? Ausrasten, Qi Gong oder lieber Schocklage mit Beinen hoch?
Ausatmen und 1 Mal drüber schlafen hat gereicht.
Alles, was mir wirklich wichtig ist, habe ich auf einem 2. Rechner, wenn auch meist als pdf und damit nicht bearbeitbar. Viel ist das dennoch nicht.

Heute fühlt sich dieser “ cut “ gar nicht mehr schrecklich an. Eher befreiend.
Ob ich jemals etwas von dem alten Zeug wirklich brauchen werde, wird sich zeigen.

Ich habe meinem Namen heute alle Ehre gemacht und bin mit neuem Benutzerkonto wieder aufgetaucht 😉

In der Zeit des ganzen Schlamassels, der ja noch andauert, bin ich immer wieder auf eines meiner Lieblingslieder gestoßen.
Als Teenie beim Engtanz gern gehört.
In Zeiten, in denen ich mich missverstanden gefühlt habe, wieder und wieder …..
Wofür steht dieser geniale Song heute für mich?

Rocket Man.
Sir Elton John tut sich und seinen Fans die hohen Töne nicht mehr an. Ryan Adams übernimmt.
Klasse!

Das lässt mich innerlich noch besser zurücktreten vom ganzen Geschehen.
Abwettern, eben.

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Les Européens….!

Cool ……

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20130512-224305.jpg oder romatische Verklärung von Armut ?

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Hiesige Antwort: Augen verdrehen , Hand an den Kopf , ein hohes, typisch afrikanisches “ Ahh! “ , gefolgt von dem Ausruf der Headline dieses posts…..

Alles klar.

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Durch den Samstag gezappt

Die Sonne lädt zu einem Bummel durchs Viertel ein.
Den Einkauf gestern schon abgehakt, brauche ich nur noch ein paar Kleinigkeiten.

Gute Laune gibt mir Mut zur Mode und ich mach mich etwas schick ….pourqoi pas?

Markt 1

Alles Bio, alles teuer.

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Die umliegenden Bistros gut gefüllt, wer frühstückt schon noch zu Hause?
Ab und an ein Gesicht, das einen sonst viel größer vom Flachbildschirm aus anschaut.
Ja, dieses “ Quartier “ ist beliebt.
Parteien werben….ist ja bald so weit.
Strassenkünstler sorgen für eine chillige Klangkulisse.

Markt 2

Nur einige Minuten weiter, aber deutlich getrennt durch einen Bahnhof, Szenewechsel.

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Buntes Treiben.
Kinder fahren mit Rädern und Roller mittenmang.
Auch bei bei der Bäckerei- Kette gibt es Draußenplätze, sonst bei bei Blumenbeeten, dick umrandet mit Beton.
Hauptsache in der Sonne sitzen.
Baustellen-Blick.

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In Erwartung eines großen Möbelhauses machen sich auch hier schon kleine Lädchen und Bistros breit, Bio-Supermarkt und Discounter der A -Klasse.
Wie lange noch, so bunt hier?

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Etwas nachdenklich nehme auch ich einen Cappuccino in der Sonne.
Dann aber ab nach Hause, Teenie aus dem Bett schmeißen.

Baumarkt

Um mich wenig später im Baumarkt zu verlieren….

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Stunden könnte ich hier zubringen.
Was es alles gibt, was ich leider noch nicht habe, so praktisch, was ich alles damit machen könnte!
Träume, Ideen …

Kirche

Nun hat es uns doch erwischt….
Ein Auftritt im Rahmen des Kirchentages treibt uns sogar in‘ s Innere einer Kirche.

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Es ist eigentlich ganz schön hier.
Die Orgel, die Architektur.
Das leise Gemurmel zwischen den Stücken.
Die Idee der Gemeinschaft und dass da jemand ist, der aufpasst, dass alles gut wird.
Dann, noch von draußen hörbar: die melodischen Worte des Imam und der Gesang des Ilahi-Chores…

Hafencity

Durch die gut gefüllte Innenstadt, sich treiben lassen.
Laute Rockmusik mit christlichen Texten, nichts für sensible Synästhetiker-Ohren, also nicht verweilen wie so Viele, sondern Land gewinnen.

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Am Fuße der Elbphilharmonie dann im Café in den Sessel sinken.

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Teenies müssen essen….Mütter brauchen Päuschen.
Genug für heute.

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Füürtoorn, allennig

Ich weiß nicht, ob Menschen, die in Partnerschaft ein Kind in‘ s Leben begleiten, eine Vorstellung davon haben, wie es auf Dauer ist, eine Multipersona zu sein.
Nicht nur 2-3 Wochen, sondern immer und immer und immer.

Da ist zuerst die liebevolle Mutter/ Vater in unterschiedlicher Ausprägung:
Verständnisvoll, fordernd, albern, ruhig, unternehmungslustig, häuslich, diskutierend, nähend und bastelnd, vorlesend, Fahrrad schraubend, backend, musizierend, Carrera-Bahn spielend, Spiderman- und Hunderassen – interessiert, nachsichtig und streng.

Vor allem aber: der Leuchtturm, der immer blinkt. Auch wenn die Kids schon so tun, als bräuchten sie das nicht mehr. Kommt Stress bei den Kids auf, meist durch Schule oder Wachstumsschmerzen nicht nur physischer Art, muss das Signal verstärkt werden, aber bitte unauffällig. Wenn nichts mehr sicher scheint – dass Signal ist da.

Sicherheit heißt auch materielle Sicherheit.
Nun ist es aber nicht so, dass der eigene Arbeitsplatz unbedingt ein Hort der Beständigkeit ist.
O.k. , das Gehalt ist am Ersten da. Von Zeit zu Zeit aber müsste man noch Schmerzensgeld oben drauf bekommen. Turbolenzen im Job nehmen keine Rücksicht darauf, dass man ja auch noch ein sicher blinkender Leuchtturm ist.

Das eigene Leben gestalten.
Ja, das geben wir lieber nicht auf. Was bliebe denn dann noch….und doch weiß ich, dass gerade das oftmals nicht mehr möglich ist, neben den anderen Anforderungen. Keine Kraft. So einfach ist das.
Wissend um die negativen Auswirkungen der eigenen Vernachlässigung wird Weiterbildung betrieben und auch Hobbys wieder gepflegt.
Und immer schön weiterblinken dabei…

Haushalt, Reparaturen, Steuer und der ganze Kram, für den nie Zeit ist – und die wenigsten von uns Geld genug haben, um sich Erleichterung dabei zu erkaufen.
Mit Anlauf wird auch das gelegentlich angegangen. Ansonsten gilt: nobody is perfekt.

Und trotzdem kann es passieren: das Leuchtsignal wird schwach….fällt vielleicht für einen Tag fast ganz aus. Bei Teenies nicht sooooo dramatisch, aber wenn die Kinder klein sind, eigentlich unmöglich.

Mutter und Kind-Kuren – manche scheuen sich davor, diese in Anspruch zu nehmen. Da muss man sich einordnen, da sind viele, die ihr Leben nicht auf die Reihe kriegen, da sind „doofe“ Problemkinder und das Essen ist nicht so gut wie zu Hause.
Manches mag zutreffen.
Aber: da sind auch nette Menschen, da ist Zeit für dich selbst, da wird gefragt, ob DU was brauchst.
Eigentlich sollte jede/r Alleinerziehende/r so etwas alle 3 Jahre angeboten bekommen. Starke Eltern – starke Kinder.
Die Kliniken dieses Trägers kann ich uneingeschränkt empfehlen : hier

Von Zeit zu Zeit denke ich an mein Leben als kinderlose Single zurück.
Immer viel um die Ohren. Ständig auf Achse. Mittendrin im Leben.
Pünktlich im 9 Uhr im Büro zu erscheinen, eine Herausforderung.
Ist mir völlig unverständlich, wie ich bei der unheimlich vielen Zeit für mich gestresst sein konnte.
Ich muss eine Andere gewesen sein.

Aber ob’s besser war?
Eher nicht.
Ist ja auch schön zu sehen, dass man alles doch ganz gut hinbekommt. Nur ab und an ein kleines Schlückchen von Asterix Zaubertrank….das wär nicht schlecht 🙂

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Sonntags-Balsam

Ein erstrebenswerter Zustand.
Wochenende.
Manche Kollegen schicken Freitags mehr oder wenige witzige Cartoons durch die Gegend, allen gemeinsam die Aussage, dass die Woche nun endlich zu Ende ist und das schöne Leben anfängt.

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Endlich Zeit :
für den Haushalt, Familie, Hobbys, Partner, Shopping, Musik hören, Kurzurlaub, lesen, Garten, Kinder, Steuererklärung, Spaziergang, spielen, Freunde treffen, Sauna, Sport, Theater, Disco, Sportschau , Wlan-Partys und die 5. Staffel von Serie X.
Noch was?
Bestimmt. Auf jeden Fall muss viel erledigt werden und toll muss es auch sein. Erholsam oder aufregend. Am besten beides.

Real life:

Samstag.
Supermarkt, Präsentation gestalten, Cello üben….noch 3 Stunden bis zur Probe, kochen zwischendurch, Teenies Prüfungs-Stress begleiten, Probe, Haushalt, Teenie zum Stadtbummel überreden, ein wenig arbeiten, müde.

Sonntag.
Früh raus, dienstliche Konfliktmails schreiben, Wäsche, Frühstück, bisschen chatten, Drucker anschließen, Konzept für Seminar fertig stellen, aufgeregten Teenie beruhigen, Fortbildung, kochen, Konzept korrigieren, Kaffee, schimpfen……

Das Gefühl von fu***** Sunday taucht auf.
Schönes Wetter. Familien machen auf Familie, Singles erleben Abenteuer, Verliebte bummeln durch die Frühlingsstadt. Teenie sendet “ störe meine Kreise nicht „.

Schwing mich auf’s Rad, die Kamera dabei.
Raus in den Frühling.
Spaziergänger überall.

Gedanken an eine schwerkranke Bekannte, an eine weitere, deren Ehe gerade den Bach abgeht.
Wie es mir vor noch 1 Jahr ging.

Wunderschönes Licht. 1000 Motive.

Junge Leute tanzen Rock‘ n Roll – Klick.

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Einfach stehen bleiben, wann ich will – Klick.

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Schlendern, keine Debatten, kein Generve, Gedanken gehen sonst wo spazieren.

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Gut so, fast alles.

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Sonntag eben.

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