Unperfekt entspannt durch den Advent 10

Jetzt oder später ist es so weit.
Zu viele Kekse, Schoko, Glühwein.
Wenn das so weiter geht, musst du deine Garderobe komplett tauschen nach dem Fest.
Gestern war dir schon leicht übel.
Es ist aber auch wirklich schwer, den ganzen Leckereien zu widerstehen.
Bei diesem Wetter hat man nur begrenzt Appetit auf Salat und Co.
Eher auf Grünkohl mit Kassler.
Auch nicht gut für die Hüfte.

Was also ist zu tun?

Heute einen leckeren Obstsalat machen.
Einen Langen Spaziergang oder Sport.
Oder
Ab morgen Mäßigung. Morgens schon genau bestimmen, womit und wieviel gesündigt werden darf.
Oder
Füge dich in dein Schicksal. Einmal im Jahr futtern, was das Zeug hält. Weihnachten dann der krönende Abschluss. Danach: Sport und fdH

Das schaffst du nicht?
Dann versuch es mal hiermit:

Stelle dir bildlich das doofe Gefühl der Keks-oder sonstwas-Übersättigung vor.
Ist es rund oder eckig?
Hohl oder gefüllt?
Hell oder dunkel?
Welche Farbe?
Oder noch etwas ganz anders?
Bewegt es sich?
Nah oder fern?

Merken!

Stell dir jetzt das wohlige Gefühl nach einem gesunden Mahl incl. Verdaungsspaziergang vor.
Stelle dir die selben Fragen wie oben.

Hast du beide Bilder vor deinem inneren Auge?

Schaue in die “ Ferne“, lass die Bilder unscharf werden.
Wie?
So wie früher in der Schule im langweiligsten Unterricht aller Langweilstunden der pseudo-Blick auf die Tafel, aber behalte das innere Bild bei.

Mache 8 -10 Augenbewegungen von rechts nach links.
Tack-tack-tack-tack….
Kleiner Trick: wenn du die Zunge oder Fußspitzen ( abwechselnde Bewegung) mitnimmst, geht es leichter.

Kneife die Augen kurz zusammen und atme tief durch.

Hat sich das Bild verändert?
Worauf hast du jetzt Appetit?

Übung evtl. wiederholen.

Anm.:
diese emoflex®-Übung ist autorisiert für meinen Kalender von Johannes Drischel.

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m2, privat

Ich mag Sachen, die mir bei meiner Orientierung helfen.
Das können schlaue Bücher sein, Landkarten, anregende Gespräche.
Äußere Orientierung finde ich eher einfach. Ich bin ein guter Scout.
Inneren Durchblick bekomme ich manchmal erst zeitlich verzögert….muss erst mal anecken, um zu schnallen, was los ist.

Distanz und Nähe, ein spannendes Thema.
In Beziehungen, am Arbeitsplatz.
Keine Team-Maßnahme, in der es nicht irgendwie darum geht, wenn die Zusammenarbeit auf der Tagesordnung steht.
Meistens denkt man ja gar nicht darüber nach, was die richtige Entfernung zu den Mitmenschen für sich ist.

In Johannes Drischels emoflex® -Adventskalender wird eine praktische Methode beschrieben, wie man jeden Tag checken kann, ob man heute mehr oder weniger privaten Raum braucht ( gestern ) und wie man den privaten Raum seines Gegenübers berücksichtigt (heute).

Bis 2008 arbeitete ich in einer Jugendhilfeeinrichtung. Dort hatten wir ein sehr großes Wohnzimmer. Für bis zu 4 Personen bot es so viel Platz, dass es sich jeder Neuankömmling noch gemütlich machen konnte. Es gab dort 10 Sitzplätze auf Sofas und noch einen Tisch mit 6 Stühlen. – Die jungen Leute kannten alle mein Werkzeug für die Wahrnehmung des „privaten Quadratmeters“ und machten es sich zum Spass, an manchen Tagen auch schon ab 2 Personen das Wohnzimmer für „voll“ zu erklären, oder sie fragten sich gegenseitig danach und verglichen ihre gegenseitige Wahrnehmung des jeweils anderen.

Mir macht das Spass. Erstaunlich, wie unterschiedlich mein Raum aussieht. Und die Größe erst. Darauf eingestellt, was ich brauche, vermeide ich den einen oder anderen zwischenmenschlichen Zusammenpraller.
Den privaten Hektar meines allerliebsten heimischen Teenies kann ich irgendwie dadurch leichter
akzeptieren, wenn ich mich auch manchmal todesmutig rein wagen muss.

Sicherlich sehr praktisch im Umgang mit unseren Kindern / Partnern mit besonderer Disposition.
Und uns selbst.
Schon ausprobiert?

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Die Konkurrenz schläft nicht

War ja klar, dass ich heute mächtig Konkurrenz bekomme.
Damit habe ich gerechnet und es schreckt mich nicht.
Ob es das Geschäft belebt, wie immer behauptet wird, werde ich sehen.

In einem Fall begrüße ich das sogar außerordentlich:

Der emoflex®-Adventskalender ist heute gestartet.

Weihnachten löst von jeher eine ganze Bandbreite von Gefühlen in uns aus. Die Spanne zwischen Erwartungen und dem, was dann wirklich passiert, könnte vielfach größer nicht sein.

….Sobald die „besinnliche Zeit“ anbricht machen wir uns irgendwo zwischen Kindheitserinnerungen und Erwartungen auf eine innere Reise. Vieles von dem, was da vor sich geht, wird uns anscheinend erst bewusst, wenn „etwas passiert“. Viele von uns leben in der Adventszeit auf ein Ritual zu. Diejenigen, die das nicht tun, sind u.U. vorwiegend damit beschäftigt „nicht auf ein Ritual zuzuleben“ und somit dann eben mit dem selben beschäftigt, wie die anderen.

Die Adventszeit setzt uns auf eine innere Fährte. Damit wird ein Prozess gestartet, der anscheinend abläuft, ob wir wollen oder nicht, die meisten von uns können sich diesem Prozess nicht entziehen.Weihnachten könnte ungeschickter nicht angelegt sein. Menschen, die parallel zu den Vorgängen in der sie umgebenden Natur in einem inneren Konsolidierungsprozess beschäftigt und so viel dünnhäutiger sind als üblich, überfordert man 4 Wochen lang systematisch um sie dann in Begegnungen zu stürzen, die nicht zu den einfachen zählen.

…..Wie können wir dieser Weihnachtskrise entgehen? Wie können wir diesen scheinbar sich selbst uns sich aufzwingenden Prozess statt dessen positiv nutzen? – Indem wir ihn bewusst annehmen und besser noch: aktiv betreiben. Indem wir Dinge mit Absicht tun, die uns sonst immer aufgezwungen wurden oder/und vor denen wir uns bisher immer innerlich weggedreht haben. – Ja, aber nicht ohne hilfreiche Werkzeuge und nicht ohne eine neue Sicht auf das alles!

Der emoflex®-Adventskalender soll das aufgreifen, was uns im Advent in jedem Jahr sowieso passiert, ob nun mit christlichem Überbau, oder einfach nur jahreszeitlich induziert, und auf pfiffige Art und Weise in positive und konstruktive Bahnen lenken. Ich wünsche uns allen eine entlastende, klärende, entschleunigende Vorweihnachtszeit.
zum emoflex®-Adventskalender

Alle, die immer schon mal mehr über emoflex® wissen wollten, bekommen hier eine tolle Gelegenheit dazu.
Wer‘ s schon kennt, wird Neues entdecken.
Hab ich aus sicherer Quelle gehört.

Ich werde mir die tägliche emoflex®-Anregung auf keinen Fall entgehen lassen und bin schon neugierig, was kommt.

So sad

Was tun, wenn das geliebte Haustier beim Spielen und Füttern ohne Vorwarnung umfällt, zittert, hustet….nicht mehr hoch kommt, einige Minuten so liegen bleibt…und dann stirbt?

Bilder, die sich im Kopf festsetzen.
Gefühle ….
Fragen: Habe ich was falsch gemacht? Bin ich schuld?

Traurigkeit, Verzweiflung…. Angst.
Das alles muss erst mal verdaut werden. Weinen, schimpfen , reden, ablenken.

Womit soll ein man ein so aufgewühltes Kind beruhigen? Ist man doch selbst in diesem Moment ein Elternteil, das ( gefühlt, nicht realistisch erwartet) schlecht funktioniert: können Eltern nicht alles? Warum haben sie denn nichts gemacht?

Spaziergang.
In den Kopf kommt: das ist der zweite Heimtier-Todesfall und es bleibt immer das selbe robuste Tier über.

Abends muss getröstet werden. Ja, auch coole Teenies brauchen das.
Also auf dem Sofa zusammen kuscheln, und über das geliebte Tier reden.

Ich frage nach dem Gefühl, wie es war, als das Tier umkippte: dunkel, drohend, kalt.

Wie ist die Erinnerung an das andere Heimtier, dass schon im Tier -Himmel ist…wie geht es ihm da?
Es folgt die ausführliche Beschreibung eines Tier -Schlaraffenlandes. Es duftet schön, Futterparadies , es ist warm, usw.
Alles dort ist gut.
Das alte Tier ist dort. Kann es sich an das Kind erinnern? Ja.
Das heute gestorbene steht schüchtern am Eingang, es möchte rein.
Ist das Kind auch da? Ja. Es liegt auf der Wiese, die Tiere bei sich.

Das gute Schlaraffenland-Gefühl rückt in den Vordergrund.

Über das verwaiste Tier reden wir ebenfalls: was ist, wenn das auch noch stirbt?
Auch hier findet sich eine beruhigende Phantasie.

Teenie ist mittlerweile ruhiger geworden.
Ich empfehle ihm, bei aufkommender Traurigkeit in den nächsten Tagen den Tier-Himmel zu besuchen.
Ein wenig Angst vor dem nächsten Morgen ohne geliebtes Tier bleibt.

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So gut habe ich noch nie getröstet.

Die Sache mit dem Himmel ist ’ne praktische Sache, ob gläubig oder nicht… die Kirchensteuerzahler mögen mir die kleine Ausleihe vergeben.

Anm: unsere kleine Phantasterei haben wir in „echt“ systematischer nach der emoflex -Methode angewendet. Das war wirklich hilfreich und ging weit über das übliche Trösten hinaus.
So wird der Kummer auch für sehr sensible Menschen aushaltbarer.

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Der Zerissenheit begegnen

ich gehöre irgendwie so nirgens hin… Arbeitertöchter an der Hochschule

Diese, als Buch veröffentlichte Dissertationsschrift von Prof. Dr. Hannelore Bublitz
hat mich in meiner Studienzeit begleitet und war mir immer wieder Hilfe bei der Orientierung in einer für mich fremden Welt.

“ Nicht dazu gehören“ ist ein zentrales Thema in meinem Leben.
ADHS, sozialer „Aufstieg“, binationale Familie, ein Kind, dass sich nicht normgerecht entwickelt.

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Ein neuer Text von Johannes Drischel hat das Thema wieder hoch geholt und mich daran erinnert, dass es noch längst nicht abgehakt für mich ist, wenn auch heute eher auf der “ Meta-Ebene“.

Ich habe hier beschrieben, dass emoflex eine Methode ist, die mir hilft mich innerlich aus zu balancieren.

Wie steht es um mein inneres kulturelles Orientierungssystem? Dem nach zu forschen ist noch immer spannend.

Oft schon habe ich mich gefragt, warum sich mein Freundes-und Bekanntenkreis fast ausschließlich aus in irgend einer Weise Entwurzelten, sei es durch Migration, Binationalität, Wechsel der sozialen Schicht oder einer ganz eigenen Wahrnehmungsweise zusammensetzt. Was wir gemeinsam haben. Und warum.

Menschen wie wir haben keine stabile (soziale) Orientierung durch gemeinsame Bezugsgrößen innerhalb einer homogenen Gruppe.
Wir müssen uns von Klein auf selbst unsere Maßstäbe basteln.
Daher hinterfragen wir eher alle möglichen Zustände, die andere, kulturell gefestigte Menschen als gesetzt und richtig wahrnehmen.

Das macht uns häufig zu Seelenverwandten.
Und lässt uns nicht selten als “ Querulanten“ erscheinen.

Ein solches Leben ist aufregend und gleichzeitig sehr anstrengend.

Gelingt jedoch die Orientierung, so ist dieses innere Multikulti ein ungeheurer Gewinn.

Nicht ungewöhnlich oder gar widersprüchlich für die Betreffenden.
Alltag eben. Normalität.

Wenn der Rest der Welt uns nur so sein ließe.
Was leider immer noch nicht üblich ist.

Ein tolles Thema.

Ein integrativer Ansatz, der über das “ wir feiern multikulturell und haben uns alle lieb “ weit hinaus geht.

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Inneres „change-Management“ mit emoflex

Manchmal will ich es wissen.
Frage also meinen heimischen Teenie, für wie alt sie mich denn schätzen würde, wenn sie mir auf der Straße als Unbekannte begegnen würde.

Kleine Pause…..und dann kommt ein etwas zurückhaltendes : na ja, so mittelalt.

Was auch immer das sein mag.
Gefühlt : äußerlich deutliche Gebrauchsspuren, geringfügige Funktionsbeeinträchtigungen der Hardware , innerlich….oh je.

Da hat sich so Einiges im Laufe der Jahre angesammelt.
Was früher hilfreich und richtig war, ist jetzt zum Teil hinderlich und unzeitgemäß.
Vieles hätte ich schon längst mal entsorgen müssen.
Nicht gewollt oder nicht gekonnt.
Immer noch was und noch was und was noch was dazu….

Äußerliches ist mir nicht so wichtig. Eigentlich finde ich es sogar praktisch und angenehm, nicht mehr so “ gefallen “ zu müssen. Schon als Kind war ich fasziniert von älteren Damen mit lila Haaren und anderen Besonderheiten. Irgendwas wird mir für mich schon einfallen…

Den Funktionsbeeinträchtigungen möchte ich da schon eher begegnen….was soll man als ADHSler machen, wenn man nicht mehr richtig zappeln kann? Oder nicht mehr aufspringen, wenn man von etwas begeistert ist?
Das Zauberwort ist Sport, wie jeder weiß.

Die Zeit zwischen Mittelalt und Alt möchte ich auch für Dinge nutzen, zu denen ich bisher nicht gekommen bin. Keine Zeit, keine Lust, kein Geld und vor allem in den letzten Jahren keine Kraft gehabt. Das war auch die Zeit, in der es Verarbeitungsstau gegeben hat.

Neuer input oben drauf geht nicht. Also ist ausmisten angesagt.
In relativ kurzer Zeit habe ich es vor allem mit emoflex geschafft, aus meinem Dauer-Hyperfokus zu kommen und mich sogar gut dabei zu fühlen.
Ich bin nicht mehr den ganzen Tag dabei, mich gefühls-und aufmerksamkeitsmäßig auszubalancieren.
Es häufen sich die Tätigkeiten, bei denen ich wie von selbst in einen “ Flow“ komme, wie ich es seit Jahren nicht erlebt habe.
“ Entschleunigung“, ein hehres, bislang unerreichtes Ziel, gelingt mir mehr und mehr.

Ausprobiert habe ich schon viel. Manches war gar nicht so schlecht. Nichts war von Dauer, wenig war grundlegend.
Mit emoflex habe ich nun endlich eine wirksame Methode gefunden, mein inneres „change-Management“ zu implementieren.

Noch dazu unkompliziert in der Handhabung.

Die nächsten Jahre können kommen.
Mal sehen, was ich noch so alles veranstalten werde 🙂

Für Kurzentschlossene aus dem Autismus-Spektrum: es sind noch Plätze beim August-Workshop bei autworker in Hamburg frei .

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Sich was Gutes tun

Wie durchgeknallt muss man eigentlich sein, um durch das halbe Land zu einem Stressbewältigungs -Workshop fahren , bei dem mit einer nicht offiziell ( von wem auch immer ) anerkannten Methode gearbeitet wird?

Wahrscheinlich gar nicht so sehr.
Ich meine, heute glaubt doch jeder an fast alles , Hauptsache es nennt sich „alternativ“.

emoflex hat nichts esoterisches.
Es beruht auf komplizierten neurologischen Vorgängen, ist transparent, auf eine verständliche Erklärung herab gebrochen und ebenso wie autogenes Training oder progressive Muselentspannung nach Jacobsen , zumindest in gewissem Rahmen , zur Selbstanwendung gedacht.

Man muss es erst mal lernen.
Dazu ist ein Workshop gut. Schön, wenn es gerade einen in der Nähe gibt.
Aber je geübter man in der Selbstanwendung mit den “ Basics“ ist, desto neugieriger wird man auf weitere Techniken.

Natürlich nur, wenn man positive Erfahrungen damit gemacht hat.

Habe ich.

Wochenend-Trips sind ja nicht ungewöhnlich.
Ob es durchgeknallter ist, als zu einer tollen Kulturveranstaltung in eine entfernte Großstadt zu fahren oder gar zu fliegen, lass ich mal dahin gestellt.

Nachhaltiger – für mich – auf jeden Fall.

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