unmittelBares

Wenn’s nach mir ginge: abschaffen, das Zeug.
Ich finde kein Verhältnis dazu.
Es ist eine Last.
Es nicht zu haben, ebenfalls.
Sich darum kümmern ….. Befriedigung verschafft mir das nicht.
Es muss eingeteilt werden, nach Prioritäten, die nicht meine sind.
Ich finde es unheimlich, es sich durch Nichtstun vermehren zu lassen.
Von Mietern z.B., die durch ihre Mietzahlungen den Wohnungs(bau)kredit der Vermieters abzahlen und nach Jahrzehnten mit Nichts dastehen, anders als die Kreditnehmer.
Und das ist nur ein harmloses Beispiel…
Meine Zeit mit Geld eintreiben zu verbringen, mag ich nicht.
Ausgeben als Selbstzweck bringt eher Frust als Lust.

Verglichen mit anderen Lebenspiloten fliege ich immer ‚auf Sicht.‘
Das mag dumm sein.
Riskant.
Oder entlastend.

Und weil ich lieber im Jetzt als im irgendwann lebe, gibt es auch kein Sparbuch, das ich noch nicht geknackt hätte.

Die sicherste Geldanlage für mich: der Lohnsteuerjahresausgleich.
Ansparzeit 3 oder 4 Jahre.
Dann 1 x Extrem – Bürokratie auf den letzten Drücker:

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Zur Zeit gibt es sogar 6% Zinsen.
Welche Bank hätte das zu bieten?

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Kleines Glück

Die Wahrheit ist : ich habe komische Ohren.
Sie sind groß und wachsen auch jetzt noch weiter, was mir ab und an den liebenswerten Spott meines jugendlichen Ablegers einbringt.
Gleichzeitig aber habe ich noch keine in-ear-headphones gefunden, die nicht herausfallen würden.
Wie eine Mickey-Maus durch die Gegend laufen mag ich nicht.
Dabei laufe ich gerade noch nicht mal, sondern hocke sehr früh morgens im leeren Zug, ausgenommen die Plätze gegenüber.

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Von dort aus wird doziert: 2 männliche Musikvideo-maker schwadronieren über die griechische Mythologie und deren cineastische Darstellung. Ich bin sicher, sie wissen ALLES darüber und sind die absoluten Cracks.
Möglicherweise sind sie sogar VIP’s ihrer Branche.

Und ich habe nicht nur komische Ohren sondern auch ebensolche Vorlieben:
Vorträge höre ich gerne an der Uni oder auf Veranstaltungen, die Themen suche ich mir gerne selber aus und wenn ich ganz übermütig bin auch die Dozenten.
Mir fällt ja alle naselang der Kopfhörer aus dem Ohr und deshalb weiß ich schon, dass es eigentlich keine fähigen Leute in dieser Branche gibt . Höchstens 1 oder 2 und die sind Alkoholiker, Schlimmeres (Ar******cher zum Beispiel) oder beides.
Eigentlich ‚ ne Zumutung, mit anderen Menschen zusammen arbeiten zu müssen.

Ich stopfe den Hörer wieder rein.
Eben reichten noch Celloklänge, nun bin ich bei ‚ I Shot The Sheriff ‚ .
Ich hoffe ich muss nicht noch dark metal hören…..dies hier ist ein Pendler-Zug und mit Chance werde ich die beiden los.

Die Durchsage kündigt die nächste Station an.
Die nicht mehr ganz jungen Herren hüllen sich in verwegene, schwarze Ledermäntel – trägt man das in der ‚Szene‘ gerade? – und bewegen sich zum Ausgang.
Ich sonne mich in meinem kleinen Glück.
Verspätungen, Mitreisende, die hartgekochte Eier essen, Dauertelefonierende im Beziehungsstress und weitere Überraschungen, sollten sie mich auf meiner Weiterfahrt ereilen, werde ich mit einem milden Lächeln ertragen.
Sure.

Für alle, die Geschichten gern bis zum Schluss verfolgen : sensorische Konflikte bestanden fortab nur noch mit einem Leberwurstbrötchen, territoriale mit einem Vaio sonstwas und kommunikative aufgrund ständigen Netzausfalls mit dem Rest der Welt. So what?

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Passing by

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Für dieses Jahr mein letzter MorgenKlick. (1)
Allen, die geholfen haben, mich mit meiner Nikon zu verkuppeln noch einmal ein großes Dankeschön!

Einen Jahresrückblick spare ich mir und euch.
Wir werden sehen, wie es 2014 weiter geht.
Selbstverständlich wünsche ich euch nur das Beste.
Und wenn es anders kommt, dass ihr das Beste draus machen könnt.

Heute Nacht können wir für einen kurzen Moment das Gefühl haben, dass etwas Altes zu Ende geht und etwas Neues beginnt.
Ich werde diesen Moment wider besseren Wissens genießen.

Widersynnig eben, aber das mit Leidenschaft.

Wir lesen uns 🙂

(1) für alle, denen die Sache mit dem MorgenKlick nicht vertraut ist : hier, hier, hier und hier

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Happy W-Day

Auf gehts.
Heute wird sich zeigen, ob spontane Weihnachten die Besseren sind.
Wir reisen. In den Schoß der Familie.
Totalverweigerung passt irgendwie doch nicht.

Wo immer ihr auch seid:

Im Zug, allein, bei der Familie, im Krankenhaus, Theater, Party, Bereitschaft…..
Das Beste draus machen.
Ich wünsche euch eine schöne Zeit.
Eure LW

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Kostet nix ?

Es gibt ja immer noch Menschen, die von anderen erstrittene Tariferhöhungen, Arbeitszeitregelungen, Urlaubstage und mehr nicht ablehnen, sondern einsacken ohne mit der Wimper zu zucken.

Da bin ich doch Weihnachten mit meiner Haltung : “ lass uns zum Singen, zur Theateraufführung der Jugendgruppe und zum Verkürzen der Wartezeit bis zur Bescherung für ‚ lau‘ “ immerhin nicht ganz so abgebrüht.

Als brave Steuerzahlerin.

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Holy Night Jam

Singen ist ‚in‘ .
Casting- shows, Singstar & Co , viele örtliche Chöre…..frühkindliches Musizieren und die Glücksforschung, wonach singen glücklich macht belegen es.

Ist doch super, Familienfest Nr. 1 steht an.
Was wäre geeigneter, um zusammen zu musizieren?
Nein, nicht so wie früher.
Alle schick verkleidet, verklemmt und genervt und die Sprösslinge gezwungen, etwas darzubieten.
Oder die Wiener Sängerknaben singen viel zu hoch im Hintergrund und alle krähen mit, gierige Augen auf die Geschenke gerichtet, beschämte Teenie-Augen ins Leere und tränende in die Runde.

Vor Jahren erlebte ich einmal ein Fest ganz nach meinem Geschmack.
Nicht in einer fremden Kultur aber doch nicht ganz ohne.
Teenie noch im Kita-Alter, unsere Besucherinnen kurz vor Pubertät und so wie ich.

Nachdem die Geschenke bestaunt und alle satt waren ging es los.
Das neue Xylofon kam zum Einsatz und mit ihm 2 riesige Trommeln , Klanghölzer, Gitarre, Tamburin und unsere Vokals. Die Blockflöte nicht, deren Ruf ist zugeschädigt.
Kinder- und Weihnachtslieder, der Baggerführer Willibald, Kumba Ya, Blowing in the Wind und mehr – was uns gerade einfiel und irgendwie spiel- und singbar war.
Ich weiß nicht, wie die Nachbarn das fanden.
Wir waren ‚ high ‚ .
Kein Streit, keine nervigen Diskussionen, zufriedene Kids, zufriedene Mums.

Ein Familienfest, zu dem ich gerne führe:

Alle bringen ihre Instrumente mit.
Und dann wird eine coole Holy- Night Session gemacht. Muss nicht perfekt sein. Wer nur die Rassel schwingen kann, tut eben das. ( Mit-) Singen oder Klatschen kann jeder.
Eigentlich müsste das in meiner Sippe machbar sein.
Junge Talente sind dabei und wir anderen haben es noch nicht verlernt.
Wir haben schon immer zusammen gesungen/musiziert.
Nur Weihnachten war es immer so wie ….s.o.

Mit meinem Cello wäre ich jetzt etwas gear***.
Die Trommeln schleppe ich auch nirgendwo mehr hin, 1 x Westafrika-Deutschland langt.
Andererseits gibt es Gitarrenüberschuss.
Egal.

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Musik machen geht immer – nur Weihnachten nicht?
Sowas Blödes.

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Noch immer da

Eines der Lieder, die Jahrzehnte im Ohr und Herzen bleiben, Akkorde die in den Fingern langzeit-gespeichert sind ….

Willkommene Erinnerung.

Merci, Fett/Anthrazit Blog (1):

Wintermärchen ohne Schnee

Dies ist die alte Geschichte von dem Zinnsoldaten, der nur ein Bein hatte, auf dem er stehen konnte. Keiner wusste, warum er nur ein Bein hatte. Vielleicht war es in der Fabrik einfach nur vergessen worden. So etwas soll ja schon vorgekommen sein. Vieles wird einfach nur vergessen und steht dann in Regalen herum und staubt zu, wie unser Zinnsoldat. Der lebte damals nämlich in einem Spielzeuggeschäft. Aus der Fabrik war er mit vielen zweibeinigen Zinnsoldaten vor langer Zeit in dieses Regal umgezogen.

Besonders zu Weihnachten kamen die Kinder und suchten sich unter seinen Freunden welche aus. Einmal wäre er fast genommen worden. Ein kleines Mädchen hatte ihn schon in der Hand, musste ihn aber zurückstellen, weil die Mutter hartnäckig behauptete, er sei nicht vollständig. So wurden mit der Zeit alle seine vollständigen Freunde verkauft, nur er blieb dort, wo er war. Früher wollte er immer mitgenommen werden. Er war ein bisschen neidisch.

Gegenüber, im Regal mit den Puppen, lebte eine Prinzessin. Die sah er immer öfter an. Mit der Zeit begann er zu träumen, der Kaufmann hätte sie zusammengestellt, nebeneinander. Die Prinzessin lächelte ihn auch an, und darum war er jetzt froh, dass man ihn für unvollständig hielt und nicht kaufen wollte. Wenn er nur in das andere Regal käme! Nicht, dass er unzufrieden gewesen wäre. Immerhin konnte er sie ja sehen, und sie lächelte………mehr

(1) den reblogg hab‘ ich wieder raus genommen, sorry, da hat der Link zum Lied nicht gefunzt 😦

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Genderstudies

Pünktlich zum Weltaids-Tag , Nikolaus und Weihnachten und gibt es sie wieder:
Die kleinen Bärchen von Hamburger Leuchtfeuer.
Der 18. ist es schon.
Für uns ein kleines Advendsritual.
Zum 14. Mal wird das kleine Ding im Nikolausstiefel stecken.
Das daran anknüpfende Gespräch über Krankheit, Tod, Himmel, Erde, Mut, Angst, Hilflosigkeit, Einsamkeit….. Deins und Meins, Ich und Wir ist jedes mal auf’s neue spannend.
Kinder haben dazu ihre eigenen Ideen. Ihre Gedanken dazu sind differenzierter als man glaubt.
Gegenwärtiger als man sich wünscht.
Was als Vierjährige noch unbefangen gefragt und ausgesprochen wird, wird mit 7 nur noch angedeutet, mit 12 beweint und mit 16?

Unsere kleine Weiberwirtschaft lebt in Zeiten vielfältiger Grundsatzdebatten.
Ich darf also gespannt sein.

Ausgesucht habe ich das kleine Kuschel-Monster schon.
Das dauert immer. Denn jedes Gesicht ist anders.
Sagt die Dame hinter dem Stand: “ Lassen sie sich Zeit. Die meisten Frauen schauen sich die Gesichter genau an und suchen danach aus. Die Männer nehmen Eines und gut. “

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Voice of family

Eltern haben oft Angst, den Kontakt zu ihren pubertierenden Kids zu verlieren, sie nicht mehr zu erreichen, keinen Einfluss zu haben, wenn sie Mist bauen.
Das muss wohl so sein.
Gespräche werden seltener, man ist nicht mehr so richtungsweisend.
Häufig dienen wir als Testperson für die Schlüssigkeit der gerade neu gewonnenen Erkenntnisse und Überzeugungen, „Gott und Lotte“ betreffend.
Zurückweisungen sind an der Tagesordnung.
Elterliche Genervtheit ebenso.

Und dann gibt es diese Momente

Die das alles wieder wett machen.
Muttern klimpert alte Songs auf der Gitarre und grölt auch noch dazu.
youtube macht’s möglich : fast für jedes Lieblingslied gibt es ein ‚ how to play ‚ und man muss einfach nur nachmachen bzw. mitmachen, nicht mühsam die richtige Tonart oder Zupf-und Schlagtechnik herausfinden….und die Lyrics kann man eh‘ oder findet sie ebenfalls im Netz.
Teenie, ein Zimmer weiter trainiert Stimme und Körper vorm Spiegel zu den Klängen der Lieblingsband.

So geht das eine Weile….bis wir uns zu fortgeschrittener Stunde in der Küche treffen und gegenseitig die Ergebnisse unseres musikalischen Tuns präsentieren. Ohne Kritik, sich einfach nur anhören, dann einsteigen.
Teenie trällert Elten John und Muttern versucht sich in Within Temptation, einer Gothic Band.
Das ganze dann zweistimmig, Teenie liegt ’ne Runde tiefer als ich.
So geht es eine Weile.
Der neue Tag ist schon längst angebrochen, als wir bei Stand by me angelangt sind, ein Song, den wir beide sehr mögen.

Es fällt schwer, aufzuhören.

Teenie macht wohl noch ein wenig weiter – an diesem Abend, der schon ein Morgen ist. Seltsamerweise erübrigen sich Ermahnungen wie ‚ nimm bitte Rücksicht auf die Nachbarn ‚.
Es klappt von allein….

Muttern verdrückt sich und denkt: ohne Reden geht es auch und solange solche sessions möglich sind, ist alles im grünen Bereich.

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Never walk alone

Musik.
Konzentration.
Etwas gemeinsam hinkriegen.
Die Freude daran.

Oder die Wiederbelebung des Arbeitsliedes ?

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