2. Geige ….

Da freut sich Muttern, wenn Teenie Musik macht. Nothing else matters….?

Ist doch egal, dass die Begleit-CD nebst Notenmaterial geklaut wird …. und das Cello zukünftig zum Begleitinstrument bei diesem Stück verdammt ist. Da ist die Violine klar im Vorteil.

Wie ungerecht.

Lieber wieder mehr Klassik spielen? Das verführt nicht so zum mitspielen….

 

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Liebster Blog- Award

Doppelehre, beschert von Clownfish unchained und AnneInsideOffice, die mir den ‚ Mein Liebster Blog- Award ‚  zugedacht  haben. Darüber habe ich mich sehr gefreut und dennoch brauchte ich eine Weile, um das Spielchen mitzumachen. Nun ist es geschafft, im Doppelpack.

Aber zuerst die Regeln:

1. Verlinke die Person, die dich nominiert hat.
2. Beantworte die 11 gestellten Fragen.
3. Nominiere weitere 11 Blogger.
4. Stelle an diese Blogger 11 weitere Fragen (Anzahl scheint bei 2-4 zu variieren).
5. Informiere diese Blogger über deren Nominierung

Der clownfish stellte seine Fragen zuerst, also ist er hier auch Number One:
a) Deine Erinnerungen an die Schulzeit: gut oder schlecht?

Sowohl als auch. Wenn ich die Lehrerin/ Lehrer mochte und das Fach und nicht dazu verdonnert war, still zu sitzen und angeblich Schritt für Schritt vorzugehen, eher gut. Wenn ich nicht vom Ergebnis her denken durfte, eher unangenehm. Es gab leider Zeiten, da war es für mich dort so unaushaltbar, dass ich mich in Abstinenz übte und nur gelegentlich in den Fächern Musik und Kunst Gastspiele gab. Erst später, als ich quasi als Erwachsene behandelt wurde, hab ich mich mit der Anstalt arrangiert.

b) Ein Moment, der dich glücklich gemacht hat?

Habe auswendig ein Gedicht von Ringelnatz mit spontaner Klavierbegleitung gesprochen. Da war einfach nur Einklang. Von Wort, Ton, dem Klavierspieler und mir.

c) Kaffee oder Tee?

Lebenselixier Kaffee. Macht mich ruhig und ist mein Standardgetränk.

d) Wann ist ein Buch ein Lieblingsbuch? Beispiel?

Wenn ich noch lange, nachdem ich gelesen habe, darüber nachdenke. Ich dadurch zum Weiterdenken angeregt werde. Es ein gutes Gefühl macht, weil es mich auch emotional abholt, beim Lesen und beim dran erinnern. Beispiele: Nadolny, die Entdeckung der Langsamkeit; Lappert, Nach Hause schwimmen; Powell, Der Klang der Zeit; Suter, Die dunkle Seite des Mondes, diverses von Friedrich Ani ….ups, keine Autorin dabei?

e) Wessen Konzert hast du definitiv verpasst?

Maria Callas, Jimi Hendrix und kürzlich The Piano Gys

f) Wer oder was fehlt?

Schwierige Frage. Meist: Handgeld für Extras – oft: Menschen mit Visionen – manchmal: Unterstützung – selten: sogenannte Normalität – sowieso: Weltfrieden und Gerechtigkeit

AnneInsideOffice möchte ganz andere Dinge wissen:

1. Wenn du einen Wunsch frei hättest, ein Gesetz zu ändern, neu zu erfinden etc. Welches wäre es?

Gesetzliche Krankenversicherungspflicht für alle ohne Extras für irgendwen und Errichtung von qualitativ guten Gesundheitszentren, die für alle da sind

2. Auf welche Erfindung wartet die Welt?

Zivilisationsschäden- Rückabwicklungs-Dingens

3. Wem würdest du gerne einmal gehörig die Leviten lesen?

Niemanden. Aber ich würde gerne ein paar Amtsenthebungen veranlassen …

4. Deine liebste Jahreszeit?

März bis Oktober

5. Welcher deiner Sinne ist am dominantesten?

Sehen und hören sind gleichermaßen stark. Am dominantesten ist jedoch meine Propriozeption = Körperempfindung (oder Tiefensensibilität), welche in der modernen Physiologe ebenfalls als Sinn angesehen wird.

6. Womit entspannst du dich abends am besten?

Musizieren, bloggen, lesen, Bewegung

7. Wenn du völlig frei wärst deine Zeit einzuteilen, ohne ökonomische Zwänge. Was würdest du dann mit deiner Zeit anfangen?

Musizieren, workshops geben, coole Projekte anleiern und durchführen, faulenzen,  backen

Genießen....
Genießen….

Ich reiche den Blog-Award weiter an:

AndersSein

StarkfuersLeben

OP-Tisch-Pilotin

Weichteteileblog

Leonies Leben

NaLos_MehrBlick

Davidundderversucheinesblogs

Nun noch meine Fragen:

1.Gibt es einen „roten Faden“ in deinem Leben?

2. Wenn du in deinem Leben etwas von jetzt auf gleich ändern könntest, was wäre das?

3. Lieber Kino oder Konzert?

4.  Etwas besonders Tolles  feiern: mit Party/ Tanz oder gemütlichem Zusammensitzen?

5. Was macht für dich eine gute(n) MusikerIn aus? Beispiel?

6. Spontan 3 Sätze, was DU mit Inklusion verbindest.

7. Dein Rezept, um Energie aufzutanken?

 

 

 

 

Human Ressources

Manchmal fällt einem einfach nur der Kiefer nach unten – klapp – , einem nichts mehr ‚ dazu ‚ ein, was meint, nichts Vernünftiges, denn damit könnte man den Irrwitz so mancher Vorschläge ja gar nicht widerlegen.

Nicht hinhören, kopfschütteln, nicht ernst nehmen…..alles denk- und
dankbare Reaktionen .

Wenn da nicht der kleine Leuchtfaden des mainstream in der verqueren Äußerung, Diskussion, Vorschlages wäre.

Wovon rede ich? Ich habe ein blog von Mama notes gelesen.

Liken funzte leider nicht, mein Kommentar, den ich schreiben wollte, wuchs sich zum co- blogpost aus ( muss ja nicht sein, menno) , rebloggen ist zu passiv und überhaupt schreibe ich lieber schon mal einen Gesetzentwurf. So als Übung, denn wenn das mit dem Reglementierungswahn des Privaten in unserem Land so weitergeht, sehe ich da echte Chancen, meine nicht so üppige Rente später einmal aufzubessern. Kann ich von zu Hause aus machen. Schnapsideen hatte ich schon immer. Bedarf ist offensichtlich da.

Um Ideen, gute, weniger gute und sogar abstruse in Juristenkauderwelsch umzuwandeln zu können, habe ich Jahre meiner Jugend geopfert. Da will ich dann im Alter noch was von haben.

Diese WIRKLICH TOLLE Idee der Stadt Frankfurt ist preisverdächtig und hat das mehr als verdient: ständige ungeteilte Aufmerksamkeit für unsere Kinder- weg mit den Handys, liebe Eltern ! (*)

Ich finde: Wenn schon, denn schon – was soll das mit den Appellen?

Gesetz zur effizienz-orientierten Konditionierung der Human Ressources

§ 1.
1.Die Aufzucht und Abrichtung der Jungen hat schnell und effizient zu geschehen.
2. Das Ziel der Abrichtung ist ausschließlich ökonomischer Natur.
§ 2
Material und Räume sind von den dafür vorgesehenen Personen und Institutionen zu stellen.
§ 3
1.Tätigkeiten, die dem in § 1 genannten Ziel nicht ausschließlich dienen, sind in den in § genannten Vorrichtungen nicht gestattet.
2. Vorrichtung i.S.d. Vorschrift sind alle Orte, an denen die in § 2 genannte Person sich mit einem oder mehreren Jungen aufhält, unbeschadet derer originärer Nutzungsbestimmung.
§ 4
1. Das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit wird für die Jungen bis zum erfolgreichen Abschluss eines Bachelor-Studienganges und für die mit der Aufzucht betreuten Personen für die Dauer der Begleitung der Jungen bis zur Zielerreichung ausgesetzt.
2. Im Falle des Nichterreichens des in Abs. 1 genannten Ziels richten sich Art und Umfang der Aussetzung des Persönlichkeitsrechts für die Jungen nach dem Ausmaß der verbleibenden ökonomischen Nutzbarkeit.
Näheres regelt das Sozialgesetzbuch.
§ 5
1. Die aufgrund biologischer/ sorgerechtlicher Bestimmung mit der Aufzucht und Abrichtung der Jungen betrauten Personen haben über ihre Tätigkeit Rechenschaft abzulegen gegenüber
a) Ausbildungseinrichtungen
b) der Sozialversicherung
c) Wirtschaftsverbänden
d) Gerichtsbarkeit
e) Medien
f) Wissenschaft
e) Stammtisch-Runden
f) jeder weiteren Person, die für sich in Anspruch nimmt, ein Recht darauf zu haben
2. Verstöße gegen das in § 1 genannte Ziel werden durch die in Abs.1 Buchstabe a) bis d) genannten Institutionen sanktioniert. Die Regelungen des § 4 Abs. 2 finden entsprechende Anwendung.

3. Für mit der Aufzucht betraute Personen, die damit ihrerseits ihren ökonomischen Nutzen verwerten, beschränkt sich die Rechenschaftspflicht auf die Ausbildungseinrichtung.

Die Haftung ist auf grobe Fahrlässigkeit reduziert. Näheres regelt das Öffentliche Dienstrecht/ Beamtenrecht.
Eine Rechenschaftpflicht gegenüber den biologischen/ sorgerechtlich verpflichteten Aufziehenden ist ausgeschlassen.

§ 6
1. Störungen von Personen, die nicht mit den Aufzucht von Jungen befasst sind, sind zu vermeiden.
2. Die Definitionsmacht der Störung obliegt denselbigen.

§§ 7 ff
Geltungsbereich, Schlussbestimmungen usw.

Hugh- ich habe gesprochen 🙂

Jetzt sollt ihr aber auch endlich die Gelegenheit bekommen, Mama notes zutreffende Gedanken in Ich bin die Mama, die auf ihr Handy starrt zu lesen .

Ich wünsche viel Vergnügen !

Undercover
Undercover

(*) Aus aktuellem Anlass ein Wort noch an die Frankfurterinnen: der Besuch von Veranstaltungen am morgigen Weltfrauentag könnte ebenfalls den Vorwurf der Überwachungspflichtpflichtsverletzung nach sich ziehen, da wissenschaftlich erwiesen ist, dass politische Gedanken weiblicher Aufzuchtsverantwortlicher die Bereitschaft zur Selbstaufgabe schmälert. Es wird empfohlen, die Jungen männlicher Obhut zu überlassen um sich ungebremst dem Frauen(er)leben hingeben zu können.

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Kannitverstaan

Mitten in der Nacht mit der S-Bahn unterwegs und ich finde mich zwischen überwiegend jungen Menschen wieder.
Gestern hatte ich Gesellschaft von jungen Lehrer*innen / Lehramtsstudenten , die sich mittels Facebook über wirklich dumme und schreckliche Schüler*innen austauschten.
Da antworten doch Schüler auf die Frage“ was hast du nicht verstanden?“ mit “ alles.“
Also wirklich. Die müssen richtig dumm sein oder trotzig, faul…..

Mir geht das Schülerbashing schon eine Weile auf den Geist und ich kann meinen Mund nicht mehr halten.

Ich: mir ist das auch immer so gegangen und nun bin ich eine Studierte. Diese Antwort deutet nicht auf Dummheit hin. Es stimmt oft und es geht vielen Schüler*innen so.

Er: aber er muss doch wenigstens einen Punkt bestimmen können, von dem an es nicht weiter ging.

Ich: nicht zwingend. Wenn er das könnte, würde er vielleicht selbst den Weg zur Lösung finden.

Es geht noch eine Weile hin- und her.
Der junge Mathelehrer, wie ich nun weiß, hält 80% der Lehrer für unfähig, aber so eine Antwort des Schülers sei provokativ und zeuge von einer Null-Bock-Haltung.
Noch einmal versuche ich es. Es sei doch die Aufgabe des Lehrers, herauszufinden, an welchem Punkt der Schüler ‚ ausgestiegen ‚ ist und da zu unterstützen.
Das sieht der junge Mann ganz und gar nicht so.
Schüler*innen müssten aufpassen und qualifizierte Fragen stellen, mit denen der Lehrer etwas anfangen könne.

Bevor ich patzig werden kann, erreiche ich meinen Zielbahnhof.

Schüler*innen sind nicht in der Schule, um Ihnen den Job leicht zu machen und Sie sollten sich was schämen, so mit den Ihnen anvertrauten – oder soll ich sagen ausgelieferten- Kindern und Jugendlichen umzugehen.

Mit diesem unausgesprochem letzten Wort verlasse ich die frustrierende Szene und fühle mich ziemlich alt.
Die ‚ Sie sollten sich schämen- Nummer‘ ist zwar ausbaufähig und hat durchaus etwas Vergnügliches …. aber die Frage, wie sich mit einer solchen Lehrergeneration etwas in unseren Schulen verbessern und sogar in Richtig Inklusion ändern soll, brennt mir auf der Seele und stimmt mich wenig zuversichtlich.

Zu Hause angekommen treffe ich auf eine vergnügte Teenie.
Wie gut, dass sie nicht mehr täglich denen, die NICHTS verstanden haben, ausgesetzt ist.

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Kopf oder Bauch?

Eines war klar heute morgen: ich fahre mit dem Rad, auch wenn es etwas glatt ist.
Nach einer stressigen Woche, die mit einem arbeitsintensiven Wochenende abschloss, schrie alles in mir nach Bewegung.
Zeit war nur für ein kleines Frühstück, zum Mittag hatte ich nichts dabei.
Unterwegs etwas kaufen?
Oder doch die schöne Strecke am Hafen entlang fahren?

‚Ach, der Magen soll ruhig knurren. Jetzt will ich Wasser sehen und mein Blick soll nicht nach 10 m von einer Häuserwand gestoppt werden. ‚

Ein bisschen aufpassen musste ich schon, aber ich wurde bestens entlohnt. Der Blick über die Elbe ist gerade am Morgen einzigartig: der Hafen schon lange wach und dennoch etwas dösig.

Irgendwann dann die Speicherstadt. Der Duft von frisch geröstetem Kaffee aus der Rösterei gegenüber.

Nur die fotogeshopten Plakatgesichter stören die Idylle. Der Bürgermeister mit dem Flair eines Bestattungsunternehmers. Diverse Damen, deren Slogan das Soziale ansprechen, jung-dynamische Herren, die sich bemühen, vertrauen-erweckend zu wirken, obwohl sie besser für einen Hedge-Fond werben könnten.
Aussagen wie ‚gegen Stau‘ , ‚ Wirtschaft‘ und  ‚ gute Schulen‘ machen die Verarsche komplett.

Ich würde ja wieder aufs Wasser schauen, wenn der Radweg nicht unten an der Strasse verlaufen würde. Aussicht nur für Fussgänger.

Die Laune lass ich mir aber nicht verderben.

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Nackedei

Wenn wir es recht überdenken, so stecken wir doch alle nackt in unseren Kleidern.

(Heinrich Heine)

Darf man über nackige Menschen schreiben?
Schon lange war ich nicht mehr in der Sauna des benachbarten Schwimmbades. Genau genommen ist es ca. 20 Jahre her.
Sauteuer und Zeit braucht man auch und beides war in den letzten Jahren eher Mangelware bei mir.
Im Weihnachtsurlaub hab ich festgestellt, dass Sauna ein Tinituskiller ist. Also hab ich heute meine Sachen gepackt und bin los zum Schwimmbad.

Verunsicherung: ein Kaffeekonzern, der auch unfair hergestellte Klamotten vertreibt hat einen Saunakilt im Angebot. Braucht man jetzt sowas?
Ich frag lieber erst mal meinen Nachbarn, der geht regelmäßig. Er beruhigt mich. Sauna geht noch ohne spezielle Ausrüstung, Handtuch langt.

In der Saunalandschaft muss ich mich erst einmal zurecht finden.
Die Damenwelt läuft und liegt eher bedeckt herum, einige alternde Adonisse zeigen sich lieber in voller Pracht.
Oh je.
Übergewicht scheint männlich zu sein. Wo sind denn die fülligen Damen?

Irritiert: bin ich von den vielen erwachsenen Körpern im Kinder-Nackedei-Outfit. Das war früher definitiv anders.
So eine alte Emanze wie ich hat da ihre Probleme mit.
Als ich so alt wie Teenie jetzt ist war, haben wir uns noch nicht mal die Bein- und Achselhaare rasiert. Natur war in.
Als Mutter einer Tochter hielt ich es immer für wichtig, sie einen Frauenkörper sehen zu lassen. Und diesen zu akzeptieren und schön zu finden, wie er ist. Allenfalls kleine, dezente Manipulationen vorzunehmen ( z.B. Make-Up ).
Aber in Zeiten falscher Busen, Nasen, Fingernägel und durchgängig kahler Haut ( mit Ausnahme der langen Haupthaare ) ist das wohl wie gegen Windmühlen kämpfen.
Dennoch : es befremdet mich wenn erwachsene Frauen bekleidet wie unbekleidet im Kinder-Style herumlaufen.
Wirklich nur Mode?

In der Sauna selbst verfluche ich mein feines Gehör.
Das Holz ächzt, sobald sich jemand bewegt.
Ein Herr atmet besorgniserregend laut.
Das Getuschel aus dem anderen Ende des Raumes verstehe ich leider wörtlich.
Ach, wie schön war das in der kleinen Sauna kürzlich im Hotel- ganz allein ohne Störungen.
Schmelzen Oropax in der Sauna?

Es gibt mehrere Ruhebereiche…..einen ohne Ruhe, dafür mit Blick auf das allgemeine Treiben hier und einen etwas abseits für die Langweiler wie mich.
Dort ist es aber schön und ich genieße die Entspannung.

War ’ne gute Idee, auf diese Weise meinen Urlaub zu verlängern.
Schreit nach Wiederholung, der Affenfelsen .

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Wechseljahre

Frauen im meinem Alter sind in den Wechseljahren.
Sagt man.
Diese Bezeichnung fand ich schon immer doof und unpassend.

Solange ich lebe wechseln die Jahre. Nur 2 Wochen alt, verabschiedete sich schon mein Geburtsjahr. Ich konnte es gar nicht auskosten.
Erzählungen nach verbrachte ich meine erste Jahreswende im Wäschekorb.
Den ich dann aber auch bald wechseln musste, denn er wurde schnell zu eng.

Unsere Familie wechselte von Durchschnitt zu kinderreich, ich wandelte mich vom Nesthäkchen zur großen Schwester, es folgten Zahnwechsel,
Wohnungswechsel, diverse Schulwechsel, Freundinnenwechsel, Lieblingsessenwechsel, Hobbywechsel.
Später dann Berufswunschwechsel, Ortswechsel, Partnerwechsel ( nein, wie oft behalte ich für mich), Konfektionsgrößenwechsel.

Eigentlich geht es die ganze Zeit bis heute so weiter: dauernd wechselt etwas.
Manchmal geplant und gewünscht, meist nicht und manches Mal ungern.

Selbst Themen innerhalb nur eines Gesprächs mit mir sowie Stimmungen und Emotionen sind vom Wechselvirus befallen. Da muss man schon besondere Kondition haben, um schnell genug mithalten zu können.
Zwischendurch immer mal wieder Jahreswechsel, nicht vergessen.

Drei, zwei , eins … Frohes neues Jahr!

Heute schon wieder. Zur Abwechslung könnte ich mir im kommenden Jahr mal ein paar geplante Wechsel gönnen.
Als einfache Übung fing ich gestern mit einem Brillenwechsel an.
Dabei wurde wieder einmal deutlich, dass einfache Entscheidungen die langwierigsten sein können. Ich ging schon extra in einen kleinen Optikerladen, sonst würde ich dort angesichts der Brillenvielfalt mindestes diesen Jahreswechsel verbringen müssen.

image

Trotzdem brauchte ich Stunden und glücklicherweise gelingt es mir heute nach fachkundiger Onlineberatung diverser Freund*innen nach nur einer zweifelnden Nacht, die Kaufentscheidung von gestern noch zu stoppen und zu ändern.
Obwohl…..???

Ein Beziehungsstatuswechsel wäre auch was.
Nun ist es aber so, dass ich ganz gut alleine klar komme und vor allem Eines nicht will: mich statt um Teenie um einen Mann kümmern müssen. Ein äußerst eigenständiges und aktives Exemplar müsste her. Service à la „hast du schon bei deinen Eltern angerufen? Denkst du bitte an dies oder das …“ gibt es bei mir nicht.
Ich hab mal spasseshalber so‘ n Test gemacht, da kam bei raus dass ich ein eher männliches Gehirn hätte. Vielleicht komme ich deshalb eher mit jüngeren Kerlen klar, diese wiederum bekanntlich besser mit jüngeren Frauen….ja, das ist schon verzwackt.
Scheint mir nicht so einfach.

Wende ich mich erfolgversprechenderen Projekten zu: ein Vorgesetztenwechsel wäre das berufliche Highlight des Jahres. Das kommende Jahr steht diesbezüglich ganz im Zeichen von Marianne Rosenbergs “ Marleene, eine von uns beiden muss jetzt gehn“ .

2015 wird wie jedes Jahr ein Wechseljahr werden, wenn auch wahrscheinlich ein wechselarmes, gemessen an Tempo und Anzahl der Wechsel von Lebenssituationen in den ersten 3 Dekaden meines Lebens.
Von wegen altersbedingte Wechseljahre 🙂

Hoffentlich wird das Neue ein gutes Jahr mit angenehmen Wechseln.
Das wünsche ich euch und uns.

Guten Rutsch und angenehmen Start 2015 allesamt !

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Rest yourself

Weihnachten mag noch so stressig sein – irgendwie ist es doch ein Runterfahren vom Alltag.
Mit seinen (un)geliebten Ritualen, der nicht immer reibungslos verlaufenden Kommunikation und dem dann doch meist gefundenen Kompromiss für die Gestaltung der Feiertage.

Wer aber wie wir in diesem Jahr geliebte Menschen verloren hat kann genau das vielleicht nicht. An alten Ritualen festzuhalten gelingt nicht und macht die entstanden Lücke erst Recht sichtbar.
Neue Rituale gibt es nicht.
Ein Vakuum.

„Wie du das alles wegsteckst“ – als Lob und Aufmunterung gemeint, oft empfunden als Aufforderung , es wörtlich zu nehmen.
Was wir ja tun. Wegstecken, verstecken.

Am heiligen Abend im Stall.
Mampfende Pferde, Hufescharren.
Wind und Meer.

Pause.

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Häkeldiplom

Jeder das Ihre.
Könnte man denken und das Thema abhaken.
Mach ich eigentlich auch.
Aber ab und an frage ich mich schon, wo denn meine Geschlechtsgenossinnen sind, wenn es um Politik, Job, Führungsposten oder einfach nur Engagement in der vermeintlich harten Welt “ da draußen “ geht.
Warum es mit der verdammten Emanzipation so langsam voran geht.
Meine taffe Pubertistin z.B. eine Rollenfixierung auf männlich/ weiblich auszuhalten hat, der selbst ich als Jugendliche im letzten Jahrhundert nicht ausgesetzt war.
Bin befremdet, wenn ich in der DOB-Abteilungen auf der Suche nach einem bequemen schlichten Kleid für eine Erwachsene nur Exemplare finde, an denen Blümchen, Rüschen etc. angebracht sind, alles im Schnitt der 50er Jahre und selbstverständlich in kleinmädchen-Farben.
Da hätte man mich noch nicht einmal als Grundschulkind reinbekomen.
Nun, mit Mitte 50, einem verantwortungsvollen Job, oft im Kreise beschlippster Herren, erst Recht nicht.

Bequem, leger- elegant , nicht aus Plastik und bezahlbar – mein Traum.
Weder im Job noch privat möchte ich wie ein gealtertes Kleinkind herumlaufen.

Ich könnte Schreikrämpfe kriegen, wenn von Mädchen gesprochen wird, wenn Frauen gemeint sind. Daran ändert sich auch nichts, wenn Frauen sich selbst so nennen.

Kann man es anderen Menschen noch leichter machen, uns Frauen nicht ernst zu nehmen?

Es scheint so und deshalb gefällt mir dieser mir aus der Seele sprechende blogpost von MamahatjetztkeineZeit auch so gut

Meine sehr verehrten Damen….
Meine sehr verehrten Damen, Lasst es mich gleich offen sagen: Ich lese Bastelblogs nicht und finde DIY-Blogs nur bedingt interessant. Wie auch Blogs über geschätzte 5 Millionen andere Hobbys, mit denen ich nichts anfangen kann. Eine Frau hat eine Polemik über die DIY-Epidemie geschrieben, die z.Z. unter Müttern herrscht: “Hilfe! Ein Häkeldiplom!
mehr

Gleichzeitig bin ich auch erschrocken darüber, in welcher Weise im Netz ( nur da? ) diskutiert wird. Ich muss gestehen, dass ich von 900 Kommentaren nur 200 geschafft habe..puh.
Dafür weiß wieder einmal mehr, warum ich keine dieser angeblichen Frauenzeitschriften lese.

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Dahingedacht….

In Zeiten der Gentechnik und rasanten Entwicklung neurophysiologischer Erkenntnisse erklären wir uns die Welt zunehmend biologistisch.
Da wird Intelligenz vererbt, Musikalität, Kreativität, Sportlichkeit, Sprachbegabung, kriminelle Energie und was weiß ich noch alles.

Vielleicht ist da etwas dran.
Eine bestimmte Art, die Welt wahrzunehmen, kann vererbbar sein.
Diese Wahrnehmung fördert oder verhindert dann auch möglicherweise die Beherrschung bestimmter Kulturtechniken. Quasi eine Disposition für bestimmte Stärken und Schwächen.

Aber das kann nicht alles sein.

Ich trau mich ja schon kaum noch, das gute alte Wort ‚ Sozialisation ‚ auszusprechen.

Musiker-Kinder wachsen in der Welt der Musik auf, Schauspieler-Kinder machen die Bühne zum Spielplatz, Handwerker-Kinder blicken stolz auf ihr erstes Werkstück bevor sie lesen können, Menschen aus Kulturen, in denen Rhythmus, Gesang und Bewegung nicht nur Feierlichkeiten vorbehalten sind blicken erstaunt auf das steife Treiben in hiesigen Discos.

Alles genetisch bedingt?
Wenn das so ist, dann hat meine Familie ein Weltverbesserer-Gen.
Was auch immer wir beruflich machen, unsere Sicht auf die Welt geht über individuelle Interessen hinaus und soziales oder politisches Engagement ist uns so etwas wie ein Grundbedürfnis.
Eine familiäre Häufung engagierterMenschen kommt übrigens nicht selten vor.

Gibt es ein Einmischer-Gen?
Eines, das Menschen Ungerechtigkeiten nicht akzeptieren lässt?
Das gegenüber dem Scheiß-Egal-Gen dominant ist?

Wäre es so, könnte es erklären, warum sich so wenige Menschen gegen soziale Schieflagen stemmen – ein seltenes Gen halt.
Das würde aber auch bedeuten, dass bestehende Machtverhältnisse nicht veränderbar sind, zumindest nicht ohne Genmutation größeren Ausmaßes.

Gentechnik ist für mich keine gute Lösung ….und so hoffe ich einfach, dass Erziehung und Umfeld doch mehr Einfluss auf das menschliche Können und Handeln haben, als uns gewisse Wissenschaftler/Medien glauben machen wollen.

Wenn nicht, bin ich in einer verdammten Zwickmühle: von meinen Genen dazu verdammt, Unmögliches anzustreben.
Was für ein doofer Gedanke.

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