Olympia jenseits des TV

Olympiade ist toll, die Athleten sind toll, London ist toll….

Was hinter den Kulissen so abläuft, weniger.
Oliver Tolmein blogt über den „Weiblichen Hyperandrogenismus“ und die fragwürdigen Geschlechtertests bei den olympischen Spielen:

Die Idee, dass es vor allem diskriminierend ist, Intersexuelle von den Wettkämpfen ganz fern zu halten, ist Lungqvist offenbar noch nicht gekommen: denn bei den Männern dürfen nach der Richtlinie auch nur Männer starten.

Eine, die ein höchst stigamtisierendes und bis heute nicht offen gelegtes Verfahren zumindest faktisch überstanden hat ist die südafrikanische 800 Meter Läuferin Caster Semenya, die in London an den Start gehen wird, nachdem sie die Fahne des südafrikanischen Teams (hier wollen wir mal nicht von Mannschaft schreiben) beim Einzug ins Olympiastadion tragen durfte – ein starke Geste, die dem Engagement gegen Diskriminierung im Sport durch fragwürdige Gendertests vielleicht weiter hilft. Immerhin erstaunlich, dass das IOC trotz der offensichtlichen Problem und der scharfen Kritik an seiner Geschlechter-Test-Politik hier die Diskussion verweigert und auch größtmögliche Intransparenz auf seine Fahnen geschrieben hat. Vielleicht wird ja alles anders, wenn es mehr Nationalstaaten geben wird, die, wie Australien, offiziell anerkennen, dass es mehr als nur zwei Geschlechter bei den Menschen gibt.

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